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Risikominimierung bei der Nagerbekämpfung

Veröffentlicht von Administrator (admin) am 12.02.2013
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Änderungen in der Schädlingsbekämpfung

Positionspapier des Umweltbundesamtes vom 26.10.2012
Positionspapier der baua vom 25.03.2013

Als einer der führenden Dienstleistungspartner in Hamburg und
Schleswig
Holstein im Bereich Schädlingsbekämpfung sind wir
natürlich auch verpflichtet, Sie über neue Innovationen auf dem
Markt, sowie Gesetzesänderungen in der Schädlingsbekämpfung
zu unterrichten.

Seit dem 01.01.2013 sind blutgerinnungshemmende Mittel
(Antikoagulanzien), welche auch zur Schädlingsbekämpfung
verwendet werden, für Anwender ohne Sachkundennachweis
nicht mehr frei verkäuflich.

Warum sind Antikoagulanzien nicht mehr freiverkäuflich

Antikoagulanzien sind blutgerinnungshemmende Wirkstoffe, welche
sehr effektiv in der Schadnagerbekämpfung in Biozidprodukten
(Rodentiziden)eingesetzt werden. Durch die orale Aufnahme verliert
der Schadnager die Fähigkeit zur Blutgerinnung.
Im Rahmen der EU-Wirkstoffbewertung wurde festgestellt, dass auch
vermehrt in Hunden, Katzen oder Wildtieren Antikoagulanzien
nachgewiesen wurden. Dies geschieht durch falsche Anwendung der
Köder (ungeschützte Ausbringung) oder durch Sekundärvergiftungen
(Fraß der vergifteten Nager). Ziel dieser Auflagen und
Anwendungsbestimmungen für Biozidprodukte ist ein fachgerechter
und kontrollierter Umgang.

Was ändert sich in der Schädlingsbekämpfung

Im Positionspapier Umweltbundesamt, Anhang I werden im Einzelnen
die Risikominimierungsmaßnahmen (RMM) erläutert. Wir haben die
wichtigsten Änderungen kurz für Sie zusammengefasst:
-        Rodentizide dürfen nicht mehr vorbeugend eingesetzt werden
         (permanent Monitoring)
-        Es dürfen nur noch zugriffsgeschützte Köderboxen aus Kunststoff
         oder Metall verwendet werden bzw. gezielte Bautenbeköderung
         durchgeführt werden
-        Köderstellen sind bei Befall in wöchentlichen  Intervallen  zu
         kontrollieren
-        Eingesetzte Köder müssen vor Ort identifizierbar sein
-        Befallsbereiche sind in einem Lageplan festzuhalten

Welche Alternativen bieten wir im Zuge des Positionspapiers


Momentan verwenden wir in Monitoring-Systemen rodentizide Ködermaterialien.
Diese gewähren bei Zulauf/Einschleppung von Schadnagern einen raschen
Bekämpfungserfolg. Dies ist bis zum Ende des Jahres vorrausichtlich so auch
noch möglich, da der von uns verwendete Wirkstoff erst Ende des Jahres in den
Anhang aufgenommen wird. Da dies ab nächstem Jahr vorbeugend nicht mehr
erlaubt ist, können wir Ihnen folgende Alternativen anbieten:
 
1. Einsatz von wirkstofffreien Ködern zur Überwachung
Die momentan eingesetzten Köder mit rodentiziden Wirkstoffen werden durch
wirkstofffreie Ködermaterialien zur Schadnagerüberwachung ersetzt.
Es erfolgt zunächst eine Schadnagerüberwachung mit speziellen großen
Köderblöcken ohne Wirkstoff. Bei einem festgestellten Befall durch Fraßannahme
werden gezielte Beköderungen solange innerhalb einer Woche durchgeführt,
bis der Befall wieder getilgt worden ist. Außerdem erfolgt eine Inspektion des
gesamten Außengeländes auf Rattenbauten, die dann direkt abgetötet werden.
Danach wird die Überwachung wieder mit wirkstofffreien Ködern fortgeführt.

2. Einsatz von Lebendfallen
Die momentan eingesetzten Köder mit rodentiziden Wirkstoffen werden durch
Lebendfallen ersetzt. Der Einsatz von Lebendfallen ist die effektivste Variante, da
die gefangenen Schadnager nicht mehr in andere Bereiche eindringen können.
Diese Fallen müssen aufgrund des Tierschutzgesetzes jedoch täglich kontrolliert
werden, sind aber immer funktionsfähig bzw. können mehrere Schadnager auf
einmal fangen. Hinzu kommt, dass wir Sie mit dem Einsatz unseres Permanent
Monitoring-Systems bei der täglichen Kontrolle unterstützen können.
Die Lebendfalle wird ständig überwacht und bei Fangerfolg generiert dieses System
eine E-Mail bzw. SMS an Sie bzw. uns. Somit können Sie gezielt diese Station
anlaufen und müssen keine täglichen Kontrollen aller Stationen durchführen.
Dieses System ist  natürlich auch mit unserem Clean Team-ODS
Onlinedokumentationssystem kompatibel, welches voraussichtlich im September
eingeführt wird.

3. Einsatz von Schlagfallen
Die momentan eingesetzten Köder mit rodentiziden Wirkstoffen werden durch
Schlagfallen ersetzt.
Diese Variante ist äußerst Effektiv, da der Schadnager  sofort direkt fachgerecht
abgetötet wird. Somit kann sich ein Befall nicht großflächig ausbreiten. Durch
unsere neu entwickelten Adhock-Maßnahmen in Verbindung mit unserem
Handwerker Team zur Schließung der Zuläufe ist es möglich, eine sofortige
drastische Reduzierung bzw. eine sofortige Tilgung von Mäusen  zu
erreichen. Schlagfallen müssen aus hygienischen Gründen mehrmals die
Woche kontrolliert werden.
Nachteil beim Einsatz von Schlagfallen ist die unkontrollierte Auslösung der
Fallen bei z.B. Reinigungsarbeiten. Um das zu vermeiden, stellen wir die
Schlagfallen in einen VA Tunnel. Der VA Tunnel kann nicht zerstört werden
und sorgt für den nötigen Schutz der Schlagfallen. Eine Unterstützung aus
Ihrem Betrieb ist jedoch aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Wir
arbeiten zurzeit noch an einer Lösung auch Schlagfallen mit einer
Funküberwachung auszurüsten, die bei Auslösung eine E-Mail generiert. Mit
einem Ergebnis ist voraussichtlich zur Einführung unseres Clean Team ODS
System zu rechnen. Nähere Informationen hierzu folgen in Kürze.

Aus wirtschaftlichen Gründen bieten wir auch Kombinationslösungen an.
Für die maßgeschneiderte Lösung stehen Ihnen unsere Herren Heuer
gerne zur Verfügung

Ausführliche Informationen vom Bundesumweltamt finden Sie hier:
klick hier >> Umweltbundesamt Antikoagulanzien

Zuletzt geändert am: 04.10.2019 um 14:25

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